LeseLust aus Leidenschaft Festival für erotische Literatur
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Das Projekt

Nach langen Diskussionen innerhalb des Erophil-Teams haben wir uns schweren Herzens dafür entschieden, das Projekt Erophil zu beenden. Nachdem wir bereits das für Mai 2011 geplante 2. Festival der Erophil absagen mussten, fehlt es unserem Team derzeit ebenso an den Kapazitäten und Ressourcen, das Projekt auf einer niedrigeren Ebene weiterzuführen. Daher halten wir die Beendigung des Projektes für unumgänglich. Bislang haben wir nicht nur viel Enthusiasmus und Freude, sondern auch unbezahlte Arbeit und Geld in das Projekt investiert. Aufgrund der privaten und beruflichen Situation der Mitglieder unseres Kernteams wird dies in Zukunft nicht mehr möglich sein. Unabhängig davon werden wir als Einzelpersonen weiterhin auch im Bereich der erotischen Literatur tätig sein. Die Grundidee der Erophil, d.h. ein Forum für die Vernetzung der erotischen Literaturszene zu schaffen, halten wir nach wie vor für erstrebenswert.

Zum Abschluss des Projektes werden wir im Herbst 2011 die Ergebnisse der beiden von uns abgehaltenen Fachtagungen sowie ein Dossier über erotische Literatur in Frankreich beim Berliner Verlag Rot & Licht / Edition Erozuna veröffentlichen.

Wir möchten uns an dieser Stelle auch noch mal ausdrücklich bei allen Kooperationspartnern, Ausstellern, Autoren, Referenten und Unterstützern bedanken, die ein Projekt wie die Erophil erst ermöglicht haben.

Rolf Dziergwa, Maria Evans-von Krbek, Maurice Schuhmann

(Erophil-Team)



Das Festival Erophil – LeseLust aus Leidenschaft, das für den Zeitraum vom 20. bis 22. Mai 2011 in den Räumen des Pfefferbergs angekündigt war, muss leider entfallen. Die Ursachen hierfür liegen vorrangig in der privaten und beruflichen Situation der Mitglieder unseres Kernteams. Bislang haben wir nicht nur viel Enthusiasmus und Freude, sondern auch viel unbezahlte Arbeit und Geld in das Projekt investiert. In unserer derzeitigen Situation ist es uns trotz positiver Entwicklung der Erophil nicht möglich, adäquat derzeit eine zweite Erophil in diesem angestrebten Umfang zu stemmen. Erschwerend ist der Wegzug eines Mitgliedes unseres Teams nach Paris sowie der Rückzug einiger uns unterstützender Menschen ins Private hinzugekommen.

Wir haben uns daher dafür entschieden, die Erophil abzusagen statt sie in dilettantischer Weise durchzuführen. Wir werden aber weiterhin mit der Organisation von Lesungen in Berlin und Paris, der Übertragung von Konferenzen und unseren Kolumnen die Verbreitung und Entwicklung erotischere Literatur fördern. Langfristig können wir uns vorstellen, das Festival unter anderen Umständen eventuell zu einem späteren Zeitpunkt wieder zu veranstalten.

Der von der Erophil ausgeschriebene Wettbewerb ist nicht von der Absage betroffen. Wie wir die Ergebnisse präsentieren, werden wir in Kürze kommunizieren.

Rolf Dziergwa, Maria Evans-von Krbek, Maurice Schuhmann

(Erophil-Team)

Mit unseren Veranstaltungen und Aktivitäten wollen wir einen Einblick in zeitgenössische und klassische Literatur zu einem ganz besonderen Thema geben. Literaturproduzenten und Lesern, Schriftstellern und Verlagen, Konsumenten und Händlern bieten wir eine Plattform zum Kommunizieren ebenso wie zum Goutieren. Über den literarischen Bereich hinaus präsentieren wir auch angrenzende Genres wie Comic, Fotografie, Illustration und Bildende Kunst.

Das Projekt entstand aus der Erfahrung, dass in Deutschland Erotikliteratur fälschlicherweise immer noch ein Schattendasein in der Schmuddelecke führt. In Frankreich ist man stolz auf zeitgenössische Autoren wie Olivier Py, Philippe Djian oder Pauline Réage. Führende Vertreter der Academie Française können sich ohne Verlust ihres Ansehens zu ihrer Vorliebe für Erotikliteratur bekennen. Dagegen gelten die Lektüre und das Interesse an erotischer Literatur hierzulande immer noch als anrüchig. Häufig "Bückware" – im besten Falle in eigens eingerichteter Ecke – ist erotische Literatur oft nur unter dem skeptisch-abschätzigen Blick des Buchhändlers erhältlich, solange ihr nicht das Siegel der klassischen Weltliteratur anhaftet, wie dies bei Marquis de Sade oder Jean Genet der Fall ist.

Wir haben die Absicht, das Genre aus seiner Nische zu führen und die künstlerische Bandbreite klassischer und moderner Erotikliteratur einem größeren Publikum nahezubringen. Wir meinen, dass sie das wert ist.


Nota Bene: Zugunsten der besseren Lesbarkeit verzichten wir auf sprachliche Kompromisse. Es mögen sich selbstverständlich Menschen jeglicher geschlechtlicher Identität von uns angesprochen fühlen.

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