Die Idee
Das Projekt Erophil entstand aus der Erfahrung, daß in Deutschland Erotikliteratur fälschlicherweise immer noch ein Schattendasein in der Schmuddelecke führt.
In Frankreich ist man stolz auf zeitgenössische Autoren wie Olivier Py, Philippe Dijan oder Pauline Réage. Führende Vertreter der Academie Française können sich ohne Verlust ihres Ansehens zu ihrer Vorliebe für Erotikliteratur bekennen. Dagegen gelten die Lektüre und das Interesse an erotischer Literatur hierzulande immer noch als anrüchig. Häufig "Bückware" – im besten Falle in eigens eingerichteter Ecke – ist erotische Literatur oft nur unter dem skeptisch-abschätzigen Blick des Buchhändlers erhältlich, solange ihr nicht das Siegel der klassischen Weltliteratur anhaftet, wie dies bei Marquis de Sade oder Jean Genet der Fall ist.
Mit Erophil führen wir das Genre aus seiner Nische und bringen die künstlerische Bandbreite klassischer und moderner Erotikliteratur einem größeren Publikum nahe. Wir meinen, dass sie das wert ist. Wir bieten die Möglichkeit zu fachlichem Austausch – auch über den deutschen Tellerrand hinaus.
Dabei wollen wir uns nicht durch die häufig gezogenen Grenzen zwischen homo- und heterosexueller Literatur beschränken lassen, sondern das gesamte Spektrum des Genres abbilden.





